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Erste-Hilfe-Tipps: Krampf­an­fälle

Eine Person stürzt zu Boden und fängt an am ganzen Körper zu zucken – ein Krampfanfall dauert in der Regel einige Sekunden bis wenige Minuten und hört oft von selbst wieder auf. In diesem Ratgeber erfährst du, wie du bei einem Krampfanfall Erste Hilfe leistest.

Mann leistet stabile Seitenlage bei einer bewusstlosen Frau

Foto: Adobe Stock

Symptome bei einem Krampfanfall

Ein Krampfanfall, auch bekannt als epileptischer Anfall, ist eine abnorme elektrische Aktivität im Gehirn. Epileptische Anfälle sind nicht vom Willen beeinflussbar. Die Nervenbündel im Gehirn entladen sich dabei plötzlich unkontrolliert. Die Symptome reichen von kurzen Aussetzern des Bewusstseins oder Zuckungen einzelner Muskeln bis hin zu schweren, unkontrollierten Ganzkörperkrämpfen und Bewusstlosigkeit. Krampfanfälle dauern in der Regel einige Sekunden bis wenige Minuten und hören oft von selbst wieder auf. In ihrem Leben erleiden bis zu zehn Prozent aller Menschen (Gavvala & Schuele, 2016) mindestens einen solchen Krampfanfall. Jedes 20. Kind macht bis zum Erwachsenenalter einen Krampfanfall durch. Meist ist die Sorge, dass es sich dabei um Epilepsie handelt, unbegründet.

Foto: Ehimetalor Akhere Unuabona

Auslöser: Wie kommt ein Krampfanfall zustande?

Krampfanfälle treten häufig bei Epilepsie auf – ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die den epileptischen Anfall gemeinsam haben. Begünstigende Faktoren, die einen Anfall auslösen können, sind etwa großer Stress, Schlafdefizite, optische und akustische Reize (z. B. Lichtblitze in Diskotheken, überlaute Musik) oder die Arbeit am PC. Doch nicht alle Menschen, bei denen ein Krampfanfall auftritt, sind an einer Epilepsie erkrankt. Krampfanfälle können auch durch andere Faktoren ausgelöst werden:

  • Angeborene Hirnschädigung
  • Narbenbildung im Gehirn, z. B. nach Schädel-Hirn-Verletzungen
  • Degenerative Hirnveränderungen
  • Alkohol- und Drogenmissbrauch
  • Sauerstoffmangel
  • Infektionskrankheiten
  • Vergiftung
  • Sonnenstich
  • Unterzuckerung
  • Fieber (vor allem bei Kindern)

Auslöser: Wie kommt ein Krampfanfall zustande?

Krampfanfälle treten häufig bei Epilepsie auf – ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, die den epileptischen Anfall gemeinsam haben. Begünstigende Faktoren, die einen Anfall auslösen können, sind etwa großer Stress, Schlafdefizite, optische und akustische Reize (z. B. Lichtblitze in Diskotheken, überlaute Musik) oder die Arbeit am PC. Doch nicht alle Menschen, bei denen ein Krampfanfall auftritt, sind an einer Epilepsie erkrankt. Krampfanfälle können auch durch andere Faktoren ausgelöst werden:

  • Angeborene Hirnschädigung
  • Narbenbildung im Gehirn, z. B. nach Schädel-Hirn-Verletzungen
  • Degenerative Hirnveränderungen
  • Alkohol- und Drogenmissbrauch
  • Sauerstoffmangel
  • Infektionskrankheiten
  • Vergiftung
  • Sonnenstich
  • Unterzuckerung
  • Fieber (vor allem bei Kindern)

Foto: Ehimetalor Akhere Unuabona

Wie verläuft ein Krampfanfall?

Manchmal, aber nicht immer, hat die betroffene Person schon eine Vorahnung (Aura), dass sich ein Anfall anbahnt. Krampfanfälle laufen dann meist in drei Phasen ab:

1.

Phase

Bei einem epileptischen Anfall, welcher den ganzen Körper ergreift, stürzt die betroffene Person plötzlich zu Boden und fängt an, am ganzen Körper zu krampfen. Der Körper verkrampft sich (Streckkrampf), es folgen unkontrollierte, zuckende und/oder schlagende Bewegungen (Beugekrämpfe). Arme und Beine zucken. In manchen Fällen kann Stuhl- oder Harnverlust auftreten. Vor dem Mund kann sich zudem blutiger Schaum bilden, was auf einen harmlosen Zungenbiss hindeutet.

2.

Phase

Die betroffene Person liegt ruhig und ist nicht erweckbar/ bewusstlos (Tiefschlaf). Sie wacht nicht auf, atmet aber.

3.

Phase

Aus diesem schlafartigen Zustand „wacht“ der Betroffene in der Regel langsam auf. Häufig besteht eine Erinnerungslücke für den Zeitraum des Anfalls bis zum vollständigen Erwachen.

Mann liegt mit Krampfanfall auf der Straße und wird von einer Frau reanimiert

Foto: Testen No

Wie verhalte ich mich bei einem Krampfanfall?

Bei einem Krampfanfall musst du dafür sorgen, dass sich die Person nicht verletzt. Siehst du rechtzeitig, dass sie stürzt, verhindere einen harten Aufprall auf Möbelstücke oder den Boden. Für den Anfall sollte die Person auf dem Boden liegen.

Während des Anfalls:

Schütze die Person: Räume gefährliche Gegenstände wie scharfe und spitze Objekte sowie Möbelstücke weg, um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Lege der Person ein Polster unter den Kopf. Liegt die Person auf dem Bett oder Sofa, schütze sie vor dem Heraus- oder Herunterfallen. Sitzt die Kleidung der Person am Hals oder am Oberkörper eng, lockere sie, um die Atemwege freizuhalten.

Abstand halten: Versuche nicht, die betroffene Person festzuhalten und schiebe ihr nichts zwischen die Zähne, auch nicht bei Angst vor einem Zungenbiss. Holz kann splittern und von Taschentüchern können sich Teile ablösen, die die Atmung behindern. Schirme die Person ab und warte auf das Ende des epileptischen Anfalls.

Notruf durchführen: Die Ursache eines Krampfanfalls und die möglicherweise dabei aufgetretenen Schäden sollten medizinisch untersucht werden.

Nach dem Anfall:

Zustand prüfen: Kontrolliere die Atmung der betroffenen Person. Sprich sie an und rüttel sie leicht an der Schulter. Wacht sie nicht auf, atmet aber, ist sie bewusstlos. Prüfe auch, ob sich die Person beim Sturz oder während des Anfalls verletzt hat.

Sichern: Bringe die Person in die stabile Seitenlage. Versorge Begleitverletzungen, wie etwa Wunden. Wenn möglich, lege der betroffenen Person eine Rettungsdecke um, um ihre Eigenwärme zu erhalten.

Betreuen: Bleibe bei der betroffenen Person, bis sie vollständig bei Bewusstsein ist. Nach einem Krampfanfall benötigt sie etwas Zeit, um wieder voll zu sich zu kommen. Betreue und tröste sie während des Aufwachens durch psychische Erste Hilfe und warte, bis die Rettungskräfte eintreffen.

Achtung: Ist die betroffene Person nach dem Anfall nicht ansprechbar und atmet sie nicht normal, beginne sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Auffrischung für die Stabile Seitenlage?

Hier findet du unser Video, in dem dir noch einmal genau erklärt wird, wie es funktioniert. Alle weiteren Infos zur Stabilen Seitenlage findest du hier.