Magazin der

Logo Johanniter Unfallhilfe

Gemein­sam statt ein­sam im Alter

Wege aus der Einsamkeit im Alter: Einsamkeit im Alter ist ein ernstes Problem, das viele ältere Menschen betrifft und weitreichende Auswirkungen auf ihre physische und psychische Gesundheit haben kann.
Was sind die Gründe dafür, dass Menschen im Alter oft einsam und isoliert sind? Was können die Betroffenen, Angehörige und auch die Gesellschaft dagegen tun? Wir haben uns das mal näher angesehen.

Gut gelaunte, ältere Damen in Anoraks

Foto: Centre for Ageing Better

Soziale Isolation – allein statt zusammen?

Soziale Isolation im Alter entwickelt sich oft schleichend und resultiert aus einer Vielzahl von Faktoren. Der Übergang in den Ruhestand kann zu einem Verlust des regelmäßigen sozialen Kontakts mit anderen Menschen führen, den die Arbeit zuvor bot. Zusätzlich können Umzüge, sei es aus praktischen Gründen oder vielleicht sogar, um näher bei der eigenen Familie zu sein, dazu führen, dass gewohnte soziale Beziehungen abbrechen. Das Ergebnis: Das soziale Netzwerk, das zuvor ganz alltäglich war, schrumpft immer weiter. Die dadurch entstehende Isolation kann zu einem starken Gefühl der Einsamkeit führen, das wiederum sowohl die physische als auch die psychische Gesundheit beeinträchtigen kann. Um dieser Isolation entgegenzuwirken, ist es wichtig, proaktiv soziale Aktivitäten zu suchen, sich in Gemeinschaftsprojekten zu engagieren, regelmäßig Kontakt zu Familienmitgliedern und alten Freundschaften zu halten oder Seniorengruppen (wie zum Beispiel “Oll Inclusive”) beizutreten. Auch intergenerationelles Wohnen, wie etwa “Wohnen für Hilfe” kann eine gute Möglichkeit sein, wieder mehr menschlichen Kontakt zu bekommen.

Foto: Centre for Ageing Better

Verlust von Lebenspartnern und Freundschaften

Der Verlust von Lebenspartnern und engen Freundschaften ist ein schmerzhafter Aspekt des Alterns, der oft zu einer tiefen Einsamkeit führt. Die gemeinsamen Aktivitäten, Gespräche und Erlebnisse, die zuvor das Leben bereicherten, fallen weg und hinterlassen eine empfindliche Lücke. Dieser Verlust kann zu einem Gefühl der Leere und Isolation führen, da diejenigen, die einst als emotionale Stützen immer da waren, es nun nicht mehr sind. Trauer ist dann zunächst ein normaler und für die psychische Gesundheit notwendiger Schritt. Doch wenn sich dieses Gefühl verfestigt, kann es zum Problem werden. In dieser Situation kann es helfen, Unterstützung von Familienmitgliedern, Freundinnen und Freunden, Therapeuten oder Trauergruppen in Anspruch zu nehmen, um den Verlust zu verarbeiten und gleichzeitig neue soziale Verbindungen aufzubauen.

Verlust von Lebenspartnern und Freundschaften

Der Verlust von Lebenspartnern und engen Freundschaften ist ein schmerzhafter Aspekt des Alterns, der oft zu einer tiefen Einsamkeit führt. Die gemeinsamen Aktivitäten, Gespräche und Erlebnisse, die zuvor das Leben bereicherten, fallen weg und hinterlassen eine empfindliche Lücke. Dieser Verlust kann zu einem Gefühl der Leere und Isolation führen, da diejenigen, die einst als emotionale Stützen immer da waren, es nun nicht mehr sind. Trauer ist dann zunächst ein normaler und für die psychische Gesundheit notwendiger Schritt. Doch wenn sich dieses Gefühl verfestigt, kann es zum Problem werden. In dieser Situation kann es helfen, Unterstützung von Familienmitgliedern, Freundinnen und Freunden, Therapeuten oder Trauergruppen in Anspruch zu nehmen, um den Verlust zu verarbeiten und gleichzeitig neue soziale Verbindungen aufzubauen.

Foto: Centre for Ageing Better

Foto: Centre for Ageing Better

Die gefürchtete “Technologische Kluft”

Technologien entwickeln sich ständig weiter. Mobiltelefone, Messenger-Dienste und Co sind aus der heutigen Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Doch für ältere Menschen können sie eine Barriere darstellen. Wer sich mit digitalen Geräten nicht auskennt, ist schnell abgeschnitten von sozialen Interaktionen und modernen Informationsquellen. Dieser Mangel an Vertrautheit mit digitalen Geräten und Plattformen kann zu einem Gefühl der Isolation führen, da viele soziale Aktivitäten, Kommunikationen und sogar Gesundheitsservices heute online ablaufen. Um diese technologische Kluft zu überwinden, sollten ältere Menschen ermutigt werden, grundlegende digitale Fähigkeiten zu erlernen und sich schrittweise mit den Vorteilen der Technologie vertraut zu machen. Dies kann den Zugang zu virtuellen sozialen Verbindungen erleichtern und somit die Isolation verringern. Gerade in Zeiten, in denen Familien oft weit entfernt voneinander leben, kann der Kontakt etwa zwischen Großeltern und Enkelkindern so zumindest auf virtueller Ebene stattfinden.

Foto: Centre for Ageing Better

Eingeschränkte Mobilität

Mit fortschreitendem Alter können gesundheitliche Einschränkungen die Mobilität stark beeinträchtigen. Die Unfähigkeit, das Haus zu verlassen oder an sozialen Aktivitäten teilzunehmen, kann zu starker Isolation führen. Die eingeschränkte Beweglichkeit kann nicht nur physisch frustrierend sein, sondern auch das Gefühl der Abhängigkeit verstärken. In solchen Fällen kann es hilfreich sein, nach Unterstützung in Form von Fahrdiensten, Mobilitätshilfen oder Besuchsdiensten zu suchen. Diese Dienstleistungen können älteren Menschen ermöglichen, wieder am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und soziale Verbindungen zu pflegen.

Gerade für Menschen auf dem Land ist das eigene Auto oft die einzige Möglichkeit, um von A nach B zu kommen, da es in manchen Regionen nur ein sehr spärliches ÖPNV- Angebot gibt. Hier können zum Beispiel Fahrtrainings helfen, die eigene Fahrtüchtigkeit regelmäßig zu schulen und wichtige Aspekte wie Reaktionsgeschwindigkeit und Konzentration aktiv zu halten.

Foto: Centre for Better Ageing

Finanzielle Schwierigkeiten: Arm im Alter 

 

Finanzielle Sorgen im Alter können die Teilnahme an sozialen Aktivitäten erheblich einschränken und dadurch Isolation begünstigen. Die Sorge um die finanzielle Sicherheit kann zudem äußerst belastend sein und das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen. In Deutschland sind vor allem Frauen immer noch zu einem hohen Prozentsatz von Altersarmut betroffen.

Ältere Menschen, die mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert sind, sollten sich über staatliche Unterstützungsprogramme, gemeinnützige Organisationen und lokale Ressourcen informieren. Diese können dabei helfen, die finanzielle Situation zu verbessern und somit die Möglichkeit für soziale Aktivitäten zu erhöhen.

Und natürlich gilt für Jüngere: Sofern es die eigenen Finanzen irgendwie zulassen, sollte Vorsorge fürs Alter ein wichtiger Aspekt der Budgetplanung sein.

Finanzielle Schwierigkeiten: Arm im Alter 

 

Finanzielle Sorgen im Alter können die Teilnahme an sozialen Aktivitäten erheblich einschränken und dadurch Isolation begünstigen. Die Sorge um die finanzielle Sicherheit kann zudem äußerst belastend sein und das allgemeine Wohlbefinden beeinträchtigen. In Deutschland sind vor allem Frauen immer noch zu einem hohen Prozentsatz von Altersarmut betroffen.

Ältere Menschen, die mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert sind, sollten sich über staatliche Unterstützungsprogramme, gemeinnützige Organisationen und lokale Ressourcen informieren. Diese können dabei helfen, die finanzielle Situation zu verbessern und somit die Möglichkeit für soziale Aktivitäten zu erhöhen.

Und natürlich gilt für Jüngere: Sofern es die eigenen Finanzen irgendwie zulassen, sollte Vorsorge fürs Alter ein wichtiger Aspekt der Budgetplanung sein.

Foto: Centre for Better Ageing

Altersstereotypen entgegentreten

Es gibt den Spruch “Alt werden will jeder, aber niemand will es sein.” Schaut man sich die gesellschaftliche Wahrnehmung von Altern an, ist an diesem Satz durchaus etwas dran. Es gibt viele negative Stereotype über das Altern und alte Menschen. Im schlimmsten Fall können sie dazu führen, dass ältere Menschen sich aus sozialen Interaktionen zurückziehen. Diese Stereotypen implizieren oft, dass ältere Menschen weniger aktiv, weniger interessiert oder weniger wertvoll für die Gesellschaft seien. Solche Vorurteile können ältere Menschen dazu veranlassen, immer weniger mit anderen in Kontakt zu treten, um potenzielle Ablehnung oder Diskriminierung von vornherein zu vermeiden. Es ist also eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Altersstereotype aktiv anzugehen und ältere Menschen einzubinden, indem ihre Lebenserfahrung und ihr Wissen gewürdigt werden.

Ältere Männer an einem Hafen in einer Unterhaltung

Foto: Centre for Better Ageing

Gemeinsam statt einsam

In Fällen, in denen ältere Menschen sich extrem alleine fühlen, gibt es verschiedene Unterstützungssysteme, die sie in Anspruch nehmen können. Lokale Seniorenzentren bieten oft Aktivitäten, Kurse und Veranstaltungen an, die soziale Interaktionen ermöglichen. Ebenso können gemeinnützige Organisationen, Nachbarschaftshilfe und Freiwilligengruppen dazu beitragen, die Isolation zu durchbrechen.

Falls die Einsamkeit mit ernsthaften emotionalen oder psychischen Problemen einhergeht, kann die Konsultation von professionellen Therapeuten oder Beratern von großem Nutzen sein, um angemessene Unterstützung und Bewältigungsstrategien zu finden.

Doch ob professionelle Hilfe oder einfach ein freundliches Wort am Gartenzaun: gemeinsam können wir alle dazu beitragen, Einsamkeit im Alter zu verringern.